05 // Was wir übernehmen

Wir übernehmen Systeme, die andere gebaut haben

Gewachsene Java-Bestände, die laufen und niemand mehr anfassen will. Kein Rewrite, sondern Schritt für Schritt in eine Umgebung, die sich betreiben lässt.

Java-Anwendung nach AWS migrieren

Der typische Fall sieht so aus: Die Anwendung läuft, sie trägt Geschäft, und sie ist über Jahre gewachsen. Der Applikationsserver ist alt, die Datenbank-Lizenz teuer, das Wissen sitzt bei wenigen Leuten, und jede Änderung fühlt sich riskant an. Ein Rewrite steht im Raum, wird aber jedes Jahr verschoben, weil er zwei Jahre dauert und dazwischen nichts liefert.

Der Weg, der funktioniert, ist der schrittweise: Anwendung vom Applikationsserver lösen, in Container bringen, Datenbank in einen verwalteten Dienst, Authentifizierung sauber trennen, Betrieb und Kosten hinterher. Jeder Schritt ist für sich lauffähig, jeder ist einzeln zurücknehmbar, und nach jedem ist das System ein Stück leichter zu betreiben als vorher.

Was in so einem Mandat vorkommt

  • Applikationsserver zu Containern. Weg von der schweren Laufzeitumgebung, hin zu einem schlanken Container auf ECS Fargate. Kein Server, den jemand pflegen muss, Skalierung und Deployment werden zu Konfiguration.
  • Datenbank-Migration. Von einer lizenzpflichtigen Enterprise-Datenbank auf einen verwalteten Dienst, inklusive der Frage, was an Stored Procedures und Eigenheiten wirklich gebraucht wird.
  • Authentifizierung. Login und Session raus aus der Anwendung, an den Rand des Netzes: Authentication@Edge mit CloudFront und Cognito, damit nicht jede einzelne Anwendung ihre eigene Benutzerverwaltung mitschleppt.
  • Kosten und Betrieb. Dimensionierung, ARM-Optimierung, Logging mit Aufbewahrungsfristen, Monitoring, das man auch nachts versteht. Der Unterschied zwischen “läuft in AWS” und “läuft gut in AWS” ist meist hier.
  • Fachliche Sonderfälle. Signierte Dokumente für Behörden mit PKI und XAdES, Schnittstellen zu Systemen, die niemand ersetzen wird, Datenhaltung in der Schweiz.

Woher wir das kennen

Der grösste Bestand dieser Art, den wir übernommen haben, umfasste 17 J2EE-Module eines internationalen Dienstleistungskonzerns: von WebSphere auf Payara Micro in Containern auf ECS Fargate, von Oracle Enterprise auf RDS, dazu Authentication@Edge mit CloudFront und Cognito, ARM-Optimierung für die laufenden Kosten und PKI mit XAdES für behördliche Dokumente.

Dazu kommen eigene Produkte im Dauerbetrieb, was in einem Migrationsmandat mehr zählt als es klingt: wer selbst betreibt, plant anders um. SCMC.ch läuft produktiv seit November 2025 in AWS Zürich, Quartiero seit Juli 2026, letzteres end-to-end von uns entworfen, gebaut und betrieben, mit Geräteflotte, drei Portalen auf einer Cognito-Instanz und einer mobilen App.

Wie wir arbeiten

Kein Paket und keine Preisliste, weil kein Bestand dem anderen gleicht. Die Arbeit läuft im Mandat zum Tagessatz zwischen CHF 1’200 und CHF 1’600, für abgrenzbare Teile auch zum Festpreis.

Du arbeitest dabei direkt mit dem Senior-Architekten, der auch baut. Kein Account-Manager, keine Weitergabe an einen Junior, keine Präsentation über eine Arbeit, die jemand anders macht. Für AWS-Partner-Beratungen übernehmen wir dieselbe Arbeit als Subcontract, mit Rechnung an dich statt an deinen Kunden.

Häufige Fragen

Wie migriert man eine Java-Anwendung nach AWS?

In Schritten, nicht in einem Sprung. Zuerst wird die Anwendung vom Applikationsserver gelöst und in einen Container gebracht, dann wandert die Datenbank in einen verwalteten Dienst, dann Authentifizierung und Betrieb. Jeder Schritt ist für sich lauffähig und einzeln zurücknehmbar. Ein Rewrite auf der grünen Wiese dauert länger, kostet mehr und liefert dazwischen nichts.

Was kostet ein Migrationsmandat?

Es gibt kein Paket dafür, weil kein Bestand dem anderen gleicht. Die Arbeit läuft im Mandat zum Tagessatz zwischen CHF 1'200 und CHF 1'600, abhängig von Umfang und Dauer. Für abgrenzbare Teile offerieren wir auch Festpreise. Was es bei dir braucht, lässt sich nach einem Gespräch und einem Blick auf den Bestand abschätzen.

Müssen wir dafür alles auf einmal umstellen?

Nein, und das ist meistens auch die falsche Idee. Der übliche Weg ist, ein Modul nach dem anderen zu bewegen und die alte und die neue Umgebung eine Weile parallel laufen zu lassen. So bleibt der Betrieb durchgehend möglich, und jeder Schritt bringt für sich einen Nutzen.

Arbeitet ihr auch als Subunternehmer für eine Beratung?

Ja. Wir übernehmen Subcontracts für AWS-Partner-Beratungen, die einen Senior-Architekten für ein konkretes Mandat brauchen. K-I-Soft stellt deiner Firma Rechnung, dein Kunde merkt von der Weitergabe nichts.

Hast du einen Bestand, den niemand mehr anfassen will?

In einem 30-Minuten-Gespräch schauen wir uns an, woraus dein System besteht und wo der erste sinnvolle Schnitt liegt. Ohne Unterlagen, ohne Vorbereitung, ein Gespräch reicht für eine erste Einschätzung.