Wer ein Kundenportal bauen lassen will, fragt zuerst nach dem Baupreis. Das ist verständlich, weil es die Zahl ist, die in der Offerte steht. Über die Lebensdauer eines Portals ist sie aber die kleinste. Der grössere Betrag fällt nach dem Start an, Monat für Monat, und steht in den meisten Offerten nirgends.
Wir legen hier beides offen: unsere Preise für Bau und Betrieb, und was die AWS-Rechnung zweier Portale, die wir selbst in Produktion betreiben, im September 2026 tatsächlich ausmachte.
Die kurze Antwort
| Posten | Preis |
|---|---|
| Portal-Skizze, ein Tag | CHF 1’600 Festpreis, beim Bau angerechnet |
| Bau | ab CHF 12’000 |
| Betrieb | ab CHF 1’500 pro Monat |
| AWS-Rechnung der Produktionsumgebung, gemessen | USD 9 bis 17 pro Monat |
Der Bau ab CHF 12’000 gilt für ein Portal mit Login, getrennten Bereichen je Kunde, Dokumenten, Status und Rechnungen, angehängt an den bestehenden Auftritt. Was es in deinem Fall genau kostet, klärt die Portal-Skizze an einem Tag. Am Ende steht ein Festpreis für den Bau, und die CHF 1’600 werden darauf angerechnet, wenn du innerhalb von drei Monaten bei uns bauen lässt.
Wovon der Baupreis abhängt
Der Preis hängt an drei Fragen.
Welche Daten hinein sollen und woher sie kommen. Ein Portal, in das dein Team Dokumente von Hand hochlädt, ist schneller gebaut als eines, das Rechnungen und Auftragsstände automatisch aus der Buchhaltung holt. Die Automatik spart später die Arbeit, kostet aber im Bau.
Wer was sehen darf. Ein Kunde, der seine eigenen Dokumente sieht, ist der einfache Fall. Mehrere Personen pro Kunde mit unterschiedlichen Rechten, dazu Mitarbeitende bei dir, die nur einen Teil der Kunden betreuen, machen das Rechtemodell aufwendiger.
Woran das Portal angebunden wird. Jede Verbindung zu einem bestehenden System ist eigene Arbeit: Buchhaltung, Dokumentenablage, CRM, ein Auftragssystem. Wie gut ein System sich anbinden lässt, ist von Hersteller zu Hersteller sehr verschieden.
Wer diese Fragen in der Offerte offen lässt, verhandelt sie später im Projekt. Deshalb steht bei uns die Skizze vor dem Angebot.
Was die AWS-Rechnung zeigt, gemessen
Wir betreiben selbst Portale in AWS Zürich, gebaut wie die Portale, die wir für Kunden bauen: Anmeldung, Datenbank und Logik ohne dauerhaft laufenden Server. Hier die Rechnung der Produktionsumgebung für September 2026, in USD, ohne Mehrwertsteuer und ohne Gutschriften, aus dem AWS Cost Explorer.
| Posten | Portal A, SaaS für Firmenkunden | Portal B, Verwaltungsportal mit Geräteanbindung |
|---|---|---|
| Firewall (WAF) | 14.42 | nicht im Einsatz |
| Schlüsselverwaltung (KMS) | 1.14 | 4.68 |
| Protokolle und Überwachung (CloudWatch) | 0.67 | 0.74 |
| DNS (Route 53) | 0.55 | 1.04 |
| Datenbank (DynamoDB) | 0.07 | 1.14 |
| Rechenleistung (Lambda) | 0.0003 | 0.0053 |
| Anmeldung (Cognito) | 0.00 | 0.00 |
| Übrige Posten | 0.29 | 1.71 |
| Total | 17.14 | 9.32 |
Die Rechenleistung kostet praktisch nichts. Bei beiden Portalen lag sie unter einem Rappen im Monat. Lambda rechnet pro Aufruf und Laufzeit ab, und ein Portal, das nicht rund um die Uhr unter Last steht, erzeugt davon sehr wenig.
Die Rechnung besteht aus festen Posten. Bei Portal A ist es die Firewall, die vor dem Portal schädliche Anfragen abfängt, bei Portal B die Schlüssel, mit denen die Daten verschlüsselt sind. Diese Posten kosten pro Ressource und Monat, unabhängig davon, wie viele Kunden sich anmelden. Mit mehr Nutzern wächst die Rechnung deshalb nur langsam.
Dazu kommen Test- und Entwicklungsumgebungen. Im September waren das bei Portal A zusammen USD 5.60, bei Portal B USD 10.05.
Wofür der Betrieb bezahlt wird
Bei einer AWS-Rechnung von USD 9 bis 17 bezahlen die CHF 1’500 pro Monat fast ausschliesslich Arbeit, nämlich die, die ein Portal am Leben hält. Sie fällt auch an, wenn niemand etwas Neues bestellt.
- Aktualisierungen. Jede Laufzeitumgebung hat ein Ablaufdatum. Für Node.js 20 auf Lambda hat AWS die Sicherheitsaktualisierungen am 30. April 2026 eingestellt, ab dem 30. September 2026 lassen sich solche Funktionen nicht mehr aktualisieren. Wer das verpasst, betreibt ein Portal, das er im Ernstfall nicht mehr ändern kann.
- Überwachung und Bereitschaft. Jemand sieht hin, wenn eine Anmeldung fehlschlägt oder ein Import aus der Buchhaltung hängen bleibt, und reagiert, bevor dein Kunde anruft.
- Laufende Verbesserungen. Ein Portal, das genutzt wird, erzeugt Wünsche. Ein zusätzliches Feld, ein weiterer Dokumenttyp, eine Benachrichtigung.
Wie viel davon bei einem Portal auf einem eigenen Server oder in Kubernetes anfällt und wie wenig bei der serverlosen Variante, haben wir in Dein Portal läuft auf einem VPS an dreizehn Betriebsposten durchgezählt. Der Betriebspreis hängt direkt an dieser Liste.
Zehn Jahre in einer Tabelle
| Über zehn Jahre | Betrag |
|---|---|
| Portal-Skizze | CHF 1’600, beim Bau angerechnet |
| Bau | ab CHF 12’000 |
| Betrieb, 120 Monate | ab CHF 180’000 |
| AWS-Rechnung mit Test- und Entwicklungsumgebung, gemessen | rund USD 2’300 bis 2’700 |
| Summe | ab rund CHF 192’000, dazu die AWS-Rechnung |
Der Bau macht rund sechs Prozent der Summe aus. Wenn du zwei Offerten vergleichst, ist deshalb die Zeile Betrieb die wichtigere. Fehlt in einer Offerte die Aussage zum Betrieb, ist sie unvollständig, auch wenn der Baupreis tief ist.
Zum Vergleich eine eigene Stelle für den Betrieb: Eine DevOps-Fachperson kostet in der Schweiz mit Arbeitgeberkosten rund CHF 170’000 im Jahr. Die Zahl und ihre Herleitung stehen im Beitrag zum Portalbetrieb.
Wo der Datenstandort im Preis steckt
AWS Zürich ist teurer als Frankfurt, im Schnitt um rund zehn Prozent. Wir haben das in AWS Zürich oder Frankfurt an den Preisen der AWS-Pricing-API nachgerechnet. Bei einer Rechnung von USD 9 bis 17 im Monat sind zehn Prozent ein bis zwei Dollar.
Daten in der Schweiz sind bei einem Portal dieser Grösse also keine Preisfrage. Was die Zusage technisch umfasst und was nicht, steht in Daten in der Schweiz.
Wann sich ein Portal nicht lohnt
Ein Portal rechnet sich, wenn deine Kunden regelmässig nach Dingen fragen, die sie selbst sehen könnten: Rechnungen, Auftragsstände, Dokumente. Jede dieser Mails ist in zwei Minuten beantwortet, und zusammen kommt schnell ein halber Tag pro Woche zusammen.
Kommen solche Anfragen ein paar Mal im Monat, reicht oft ein geteilter Ordner mit Benachrichtigung oder eine automatische Mail. Das steht dann so in der Skizze, und du hast für einen Tag eine belegte Antwort.
So kommst du zu deiner Zahl
Die Portal-Skizze klärt an einem Tag, was dein Portal enthalten muss, wie sich deine Kunden anmelden, woran es angebunden wird, was der Betrieb pro Monat kostet und was der Bau kostet. Am Vormittag zwei bis drei Stunden mit der Person, die heute die Anfragen beantwortet, am folgenden Werktag liegt die Skizze vor.
Häufige Fragen
Was kostet ein Kundenportal in der Schweiz?
Bei uns ab CHF 12’000 für den Bau und ab CHF 1’500 pro Monat für den Betrieb, mit Daten in AWS Zürich. Vorher klärt die Portal-Skizze an einem Tag für CHF 1’600, was dein Portal enthalten muss und was es genau kostet. Lässt du das Portal innerhalb von drei Monaten bei uns bauen, wird der Betrag angerechnet.
Was kostet der Betrieb eines Kundenportals auf AWS pro Monat?
Die AWS-Rechnung selbst ist klein. Bei zwei Portalen, die wir in AWS Zürich betreiben, betrug sie im September 2026 für die Produktionsumgebung USD 9.32 und USD 17.14, ohne Mehrwertsteuer. Den grössten Teil machen feste Posten aus, Schlüsselverwaltung und Firewall. Die Rechenleistung lag unter einem Rappen. Was den Betrieb kostet, ist die Arbeit daran: Aktualisierungen, Überwachung und Bereitschaft.
Wovon hängt der Baupreis eines Kundenportals ab?
Von drei Fragen: welche Daten und Dokumente hinein sollen und woher sie kommen, wer was sehen darf, und woran das Portal angebunden wird, etwa an die Buchhaltung oder die Dokumentenablage. Jede Anbindung an ein bestehendes System und jede zusätzliche Rolle erhöht den Aufwand. Die Portal-Skizze beantwortet diese Fragen, bevor ein Preis feststeht.
Kostet es mehr, wenn die Daten in der Schweiz liegen?
Kaum. AWS Zürich ist rund zehn Prozent teurer als Frankfurt. Bei einer Rechnung von USD 9 bis 17 im Monat sind das ein bis zwei Dollar. Gemessen an den Gesamtkosten eines Portals spielt der Datenstandort Schweiz preislich keine Rolle.
Quellen
- Eigene Messung, AWS Cost Explorer, Produktionsumgebungen zweier Portale in eu-central-2, September 2026, ohne Mehrwertsteuer, Gutschriften und Rückerstattungen
- Ablaufdaten Node.js 20 auf Lambda: AWS-Dokumentation zu den Lambda-Laufzeiten, Stand August 2026
- Preise: Portal-Skizze, Stand 1. Oktober 2026
- Lohnzahlen und Betriebsposten: Dein Portal läuft auf einem VPS